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Anschlussfinanzierung: Drei Fehler, die jeder vermeiden sollte

Wenn es um die Anschlussfinanzierung für das Eigenheim geht, können Immobilieneigentümer oft tausende Euro sparen, wenn sie Fehler vermeiden. Nachfolgend ein Überblick über die häufigsten Fehler. Wer eine Immobilie erwirbt, steckt in der Regel viel Zeit und Nerven in die Wahl der passenden Immobilienfinanzierung. Die zweite Finanzierungsrunde wird hingegen gern verschlafen. Dabei können Kreditnehmer bei der Anschlussfinanzierung mehrere tausend Euro sparen, wenn sie wichtige Tipps beherzigen.

Tipp 1: Wer nicht vergleicht, verpasst Zinsvorteile

Wenn die Baufinanzierung unter Dach und Fach ist, atmen die meisten Kreditnehmer erst einmal durch. Der Kreditvertrag landet nicht selten im hintersten Fach des Aktenschrankes. Spätestens nach zehn Jahren lohnt es sich allerdings, die Unterlagen hervorzuholen und die aktuellen Bauzinsen zu beobachten. Denn: Grundsätzlich ist ein Immobilienkredit nach zehn Jahren mit einer Frist von sechs Monaten kostenlos kündbar – und zwar unabhängig von der vereinbarten Laufzeit.

Die Bank für den Anschlusskredit kann der Kunde frei wählen. Ein Wechsel lohnt sich oft, denn das Prolongationsangebot der Hausbank hat in der Regel schlechtere Konditionen als die Angebote von Wettbewerbern. Viele Kreditnehmer scheuen sich trotzdem, die Bank zu wechseln. Sie befürchten, dass die Umschuldung aufwändig und teuer sein könnte. Diese „Wechselfaulheit“ kennen auch die Hausbanken. Sie ist ein Grund dafür, dass deren Prolongationsangebot oft nicht den bestmöglichen Zins bietet.

Immobilie eventuell neu bewerten lassen

Zusätzlich zum Vergleich verschiedener Angebote kann es Vorteile bringen, die eigene Immobilie bei einer Umschuldung neu bewerten zu lassen. In den meisten Städten und Gemeinden Deutschlands sind die Immobilienpreise in den letzten Jahren stark gestiegen. Wenn die eigene Wohngegend aufgewertet wurde, etwa durch den Ausbau der örtlichen Infrastruktur, oder der Besitzer Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen hat, ist der Wert der Immobilie wahrscheinlich auch gestiegen. Das bedeutet meist bessere Konditionen für das neue Darlehen. Angst vor den Umständen eines Wechsels brauchen Kreditnehmer nicht zu haben. Sowohl der bürokratische Aufwand als auch die Kosten der Umschuldung sind gering.

Einzige Hürde: Die Grundschuld muss vom alten auf den neuen Kreditgeber übertragen werden. Dafür fallen Grundbuch- und Notarkosten in Höhe von 0,2 bis 0,3 Prozent des abzutretenden Grundschuldbetrages an. Dieser Betrag ist durch den Zinsvorteil eines besseren Finanzierungsangebotes jedoch meist schnell wieder ausgeglichen. Als Faustformel gilt: Je höher die noch ausstehende Restschuld, desto eher lohnt sich die Umschuldung.

Tipp 2: Wer zu spät kommt, zahlt drauf

Schon 66 Monate vor Ablauf der Zinsbindung oder der Zehn-Jahres-Frist des Kreditvertrages lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Zinslandschaft. Denn mit einem sogenannten Forward-Darlehen lassen sich gegen einen geringen Aufschlag die aktuellen Zinsen „einfrieren“. Wer steigende Zinsen erwartet, ist mit diesem Darlehen auf der sicheren Seite. Risikofreudigere Kreditnehmer beobachten die Zinsen über einen längeren Zeitraum und reagierten erst kurzfristig auf einen möglichen Zinsanstieg. Spätestens zwölf Monate bevor der Kreditvertrag ausläuft, wird es Zeit, konkrete Angebote einzuholen. Und zwar sowohl bei der Hausbank als auch bei anderen Anbietern. In diesem Moment ist es sinnvoll, zu einem Finanzierungsvermittler zu gehen. Dieser kann die Konditionen von vielen verschiedenen Kreditinstituten vergleichen. Er sucht aus den Angeboten genau dasjenige heraus, das am besten zu den individuellen Bedürfnissen passt.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf muss sich der Kunde natürlich nicht zwangsläufig für eine Umschuldung entscheiden. Er kann es auch dazu nutzen, ein besseres Angebot mit seiner Hausbank auszuhandeln. Wer allerdings zu spät dran ist, hat kaum noch Zeit, Angebote anderer Banken einzuholen und zu vergleichen. Man verpasst damit unter Umständen die Chance, sich deutlich bessere Konditionen zu sichern.

Tipp 3: Wer mehr hat, kann mehr zahlen

Ein weiterer häufiger Fehler bei der Anschlussfinanzierung ist, dass veränderte Lebensumstände nicht in die Gestaltung der neuen Kreditkonditionen einfließen. Dabei könnte sich bei vielen Immobilienbesitzern seit Kauf oder Bau des Eigenheims einiges verändert haben. Ob Hochzeit, Geburt oder Auszug der Kinder – all diese Ereignisse haben auch Auswirkungen auf den eigenen finanziellen Spielraum. Zudem werden die derzeit niedrigen Zinsen ohnehin zu geringeren Zinskosten führen. Selbst bei gleichbleibender monatlicher Rate kann daher der Tilgungsanteil erhöht werden.

Wenn es der finanzielle Rahmen zulässt, ist für viele jetzt ein Volltilgerdarlehen sinnvoll. Innerhalb der neuen Zinsbindung begleichen die Kreditnehmer dabei die gesamte Restschuld. Das wird von den Banken in der Regel mit noch besseren Konditionen belohnt. Nicht nur bei der Erstfinanzierung, sondern auch bei der Anschlussfinanzierung geht es für die Bankkunden um viel Geld. Wer nicht weiß, welches Angebot das richtige ist oder einfach keine Zeit hat, selbst Angebote einzuholen und zu vergleichen, ist bei uns als neutraler und unabhängiger Vermittler gut aufgehoben. Wir kennen die Vor- und Nachteile verschiedener Finanzierungsvarianten, können den Kunden umfassend beraten und ihm die bestmöglichen Konditionen vermitteln.

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